Verdichtungsgeräte (2)

Verdichtungsgeräte werden in zwei Kategorien unterteilt; Dynamisch und Statisch. Der Unterschied zwischen den beiden ist der, dass Statische Verdichtungsgeräte ausschließlich aus dem Eigengewicht verdichten, wobei Dynamische Geräte Kinetische Kraft benutzen um den Verdichtungsgrad zu erhöhen.

Bei statischen Verdichtungsgeräten handelt es sich um Verdichtung durch Auflast. Eine Walze (ohne vibration, das wäre dynamische Verdichtung) fährt über die zu verdichtende Fläche und drückt diese mit ihrem Eigengewicht nach unten, und glättet sie auch gleichzeitig. Den Verdichtungsgrad der Walze kann man erhöhen, indem man mehr Wasser oder Sand in den Innenraum der Walze schüttet. Walzen sind auch mit sogenannten “Noppen” erhältlich, welche die Oberfläche des Bodens aufrauen, aber die unter-liegende Bodenschicht noch weiter verdichten.

Dynamische Verdichtungsgeräte erzeugen durch einen Motor Kinetische Kraft, zum Beispiel schnell-wiederholdende Vibrationen, um den Verdichtungsgrad des Gerätes zu erhöhen. Dabei entsteht in dem zu verdichtetem Material eine Korn-Umlagerung, sodass die Hohlräume im Material minimiert werden. Durch die vibrierenden Druckwellen wird ein viel besserer Verdichtungsgrad erreicht.

Der Verdichtungsvorgang der Rüttelplatte verläuft auf Rand-umfassenden Flächen so, dass die Platte von einer Ecke aus rechtwinklig an der Randeinfassung eine gerade Strecke nach vorne fährt. Sobald man an der Kante der Fläche ankommt, fährt man parallel, aber versetzt (halbe Rüttelplatten-Breite) zurück. Dies wiederholt man bis man die gesamte Fläche überquert hat, dann wiederholt man den Vorgang. Danach fährt man in so eine Richtung, dass man nochmal Kreuz-über Quer über die Verdichtete Fläche fährt. Bei Flächen, wo es keine Randeinfassung gibt, muss man sehr vorsichtig vorgehen dass man bei den Kanten nicht einsackt, deswegen fährt man nicht direkt bis zur Kante, sondern nur etwa 30cm bis zur Kante, und nähert sich bei der zweiten Fahrt immer näher, bis maximal 8cm.

M.R.