Pflastern (1)

Checkliste für den Pflastereinbau

Berechnung und Bestellung des benötigten Materials. Berechnung der Höhenabwicklung, Berücksichtigung des natürlichen Gefälles und Entwässerung der Fläche. Dies ist entscheidend für die Stabilität der Pflasterfläche. Setzen aller Flucht- und Hilfslinien, die die Einteilung des Pflastermusters vorgeben u.a. Eisenstäbe und Schnurlinien, die Abstände, Verlauf und Höhe angeben. Anlieferung und Kontrolle des gelieferten Materials. Die Paletten mit Pflastersteinen, wenn möglich, gleich in Richtung des Arbeitsvorganges deponieren.

 

Der Unterbau

Für einen stabilen, frostsicheren und wasserdurchlässigen Unterbau des Pflasters muss man den Boden etwa 30-60 cm ausheben. Damit die Wegkanten bei einer randsteinlosen Verlegung von Platten oder Steinen später nicht einsinken, sollte der Unterbau zudem beidseitig jeweils 15 cm breiter angelegt werden. Auf den Untergrund wird der Unterbau als Filter- und Tragschicht aufgebracht, er muss frostfrei gegründet werden. Dazu verwendet man sickerfähigen Bruchschotter in Korngrößen von 30/50 mm. Dieser ist in Schichten von max. 20cm Stärke einzubringen und lagenweise mittels Rüttelplatte oder Walze zu verdichten. Für Terrassen und Gartenwege genügt ein Unterbau von ca. 30 cm. Parkplätze und Zufahrtswege benötigen einen Unterbau von mindestens 60 cm, bei extremer Belastung entsprechend mehr.

 

Die Randbegrenzungen der Pflasterfläche

Randsteine oder Leistensteine in erdfeuchtem Beton versetzen. Betonbedarf pro lfm ca. 40-50 Liter. Beidseitig ist ein Betonkeil anzubringen, auf der Innenseite sollte der Betonkeil 10 cm unter der fertigen Pflasteroberkante bleiben.

 

Die stabilisierte Tragschicht

Mindestens 5cm Bruchschotter 0/32 mm aufbringen und verdichten auf eine Genauigkeit von ca. 1 cm. Diese Tragschicht soll 10 cm unter der fertigen Pflasteroberkante bleiben und die Oberfläche sollte eben sein. Das erforderliche Gefälle 1-2 % (=1 bis 2 cm pro 1 m) ist beim Bau der Tragschicht zu berücksichtigen.

 

Das Pflasterbett

Die Bettung besteht aus einer 3 bis 5 cm dicken Schicht aus Splitt mit der Körnung 3/7 oder 4/8 mm. Diese Schicht wird gemäß dem Gefälle der Pflasteroberfläche über Lehrlatten so abgezogen, dass die Pflastersteine vor dem Abrütteln ca. 1 cm über der Sollhöhe liegen. Das fertige Pflasterbett darf nicht verdichtet und nicht betreten werden.

 

Die Verlegung

Pflastersteine sollten immer abwechselnd von mindestens 3 Paletten gemischt verlegt werden, da die Pflasterfarbe je Liefereinheit leicht variieren kann. Nach Möglichkeit beginnt man mit dem Verlegen im rechten Winkel zu einer Außenkante. Verlegt wird von der bereits verlegten Fläche aus (über Kopf). Dabei sind je nach Steinform 3-5 mm Fugenabstand einzuhalten. Die meisten Betonsteinpflaster haben bereits Abstandhalter angeformt, sodass sich beim Verlegen automatisch der richtige Fugenabstand ergibt.

 

Das Einsanden

Am besten nur bei trockenem Wetter und mit trockenem Material einfugen. Normale Pflastersteine mit Fugensand Körnung 0-2 mm einkehren Ökologische Pflasterfläche mit filterstabilem Fugenmaterial, z.B. Splitt, Körnung 2-5 mm einkehren. Leere Fugen führen zur Instabilität der Pflasterflächen.

 

Das Abrütteln

Es werden immer nur sauber abgekehrte trockene Flächen gerüttelt! Von den Rändern zur Mitte hin wird abgerüttelt. Zum Abrütteln empfiehlt es sich einen Flächenrüttler mit Gummischürze oder Gummirollen zu benutzen, da so kein Schaden am Pflaster entstehen kann. Wenn keine seitliche Einfassung vorhanden ist, sollten die Seiten des Pflasterbelags mit Kantenhölzern oder ähnlichem gegen seitliches Verschieben abgesichert werden. Zum Abschluss werden die Fugen nochmals mit Fugensand eingekehrt. Den überschüssigen Sand kann man einige Tage auf der Pflasterfläche liegen lassen.

by B.S.

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