Pflastern (2)

Verlegeanleitung

1. Der Unterbau
Für einen stabilen, frostsicheren und wasserdurchlässigen Unterbau des Pflasters den Boden etwa 30-60 cm ausheben. Damit die Wegkanten bei einer randsteinlosen Verlegung von Platten oder Steinen später nicht einsinken, sollte der Unterbau zudem beidseitig jeweils 15 cm breiter angelegt werden.

Auf den Untergrund wird der Unterbau als Filter- und Tragschicht aufgebracht, er muss frostfrei gegründet werden. Dazu verwendet man sickerfähigen Bruchschotter. Dieser ist in Schichten von max. 20cm Stärke einzubringen und lagenweise mittels Rüttelplatte oder Walze zu verdichten.

Für Terrassen und Gartenwege genügt ein Unterbau von ca. 30 cm. Parkplätze und Zufahrtswege benötigen einen Unterbau von mindestens 60 cm, bei extremer Belastung entsprechend mehr.

Tipp: Denken Sie bei der Anlage einer Pflasterfläche oder eines Weges daran, Stromführende Kabel mitzuverlegen. Sie sind für eventuelle Laternen oder Gartenbeleuchtung notwendig.

2. Die Randbegrenzungen der Pflasterfläche
Randsteine oder Leistensteine in erdfeuchtem Beton versetzen. Betonbedarf pro lfm ca. 40-50 Liter. Beidseitig ist ein Betonkeil anzubringen, auf der Innenseite sollte der Betonkeil 10 cm unter der fertigen Pflasteroberkante bleiben.

3. Die stabilisierte Tragschicht
Mindestens 5cm Bruchschotter 0/32 mm aufbringen und verdichten auf eine Genauigkeit von ca. 1 cm. Diese Tragschicht soll 10 cm unter der fertigen Pflasteroberkante bleiben und die Oberfläche sollte eben sein. Das erforderliche Gefälle 1-2 % (=1 bis 2 cm pro 1 m) ist beim Bau der Tragschicht zu berücksichtigen.

4. Das Pflasterbett
Die Bettung besteht aus einer 3 bis 5 cm dicken Schicht aus Splitt mit der Körnung 3/7 oder 4/8 mm. Diese Schicht wird gemäß dem Gefälle der Pflasteroberfläche über Lehrlatten so abgezogen, dass die Pflastersteine vor dem Abrütteln ca. 1 cm über der Sollhöhe liegen. Das fertige Pflasterbett darf nicht verdichtet und nicht betreten werden.

6. Das Einsanden
Bitte nur bei trockenem Wetter und mit trockenem Material einfugen. Normale Pflastersteine mit Fugensand Körnung 0-2 mm einkehren Ökologische Pflasterfläche mit filterstabilem Fugenmaterial, z.B. Splitt, Körnung 2-5 mm einkehren. Leere Fugen führen zur Instabilität der Pflasterflächen.

Übrigens- der Profi rät:
Die hier beschriebenen Verlegehinweise sind Empfehlungen und nicht für jeden Einzelfall gültige Vorgaben. D.h., es sind Ergebnisse jahrelanger Erfahrung aus der Praxis, aber ohne Haftung im Einzelfall. Diese Auskünfte sind als Rat und Empfehlung im Sinne des BGB zu verstehen, weshalb wir für Ihre Befolgung nicht haften. Eine Einzelfallprüfung ist vom Bauherren oder Verarbeiter in jedem Fall selbst vorzunehmen.

5. Die Verlegung
Pflastersteine sollten immer abwechselnd von mindestens 3 Paletten gemischt verlegt werden, da die Pflasterfarbe je Liefereinheit leicht variieren kann. Beginnen Sie mit der Verlegung nach Möglichkeit im rechten Winkel zu einer Außenkante. Verlegt wird von der bereits verlegten Fläche aus (über Kopf). Dabei sind je nach Steinform 3-5 mm Fugenabstand einzuhalten. Die meisten Betonsteinpflaster haben bereits Abstandhalter angeformt, sodass sich beim Verlegen automatisch der richtige Fugenabstand ergibt.

7. Das Abrütteln

  • Immer nur sauber abgekehrte trockene Flächen rütteln!
  • Von den Rändern zur Mitte hin abrütteln. Zum Abrütteln empfehlen wir einen Flächenrüttler mit Gummischürze oder Gummirollen.
  • Wenn keine seitliche Einfassung vorhanden ist, sollten Sie die Seiten des Pflasterbelags mit Kantenhölzern oder ähnlichem gegen seitliches Verschieben absichern.
  • Zum Abschluss werden die Fugen nochmals mit Fugensand eingekehrt (eingewaschen)

 

by M.K.

 

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