Setzen von Mauerwinkeln (1)

Um einen Höhenunterschied von ca. 70cm zwischen einer Einfahrt und einer Rasenfläche abzufangen sollten L-Steine (80cm) gesetzt werden.

Nachdem mit dem Maßband eine Parallele zum Haus gemessen und die Höhen mit einem Nivelliergerät eingemessen waren konnte mit der Erstellung der Tragschicht begonnen werden. Zunächst wurde der vorhandene Unterboden noch ca. 10cm tief ausgeschachtet, so dass wir eine ca. 20cm dicke Tragschicht aus Basaltschotter 0/45 herstellen konnten. Diese wurde mit der Schaufel ausplaniert und anschließend mit der Rüttelplatte verdichtet.

Im nächsten Schritt wurde Fertigbeton B15 K1 ca. 1-2cm über Fertighöhe eingebaut und mit der Wasserwaage fein ausplaniert. Man sollte an dem schon stehenden Mauerwinkel den Beton etwas wegkratzen, damit man den neuen Winkel ohne Probleme bündig setzen kann. Die Winkel haben wir mit Hilfe eines Radladers und einer Kette mit Haken gesetzt. Beim absetzen der Winkel auf dem Betonbett ist es wichtig das sie gerade abgesetzt werden, da sonst das Betonbett einseitig absackt oder eventuell sogar der schon stehende Mauerwinkel verschoben wird. Steht der Mauerwinkel erst mal auf dem Betonbett wird er durch schieben mit der Brechstange in die richtige Position und durch hauen mit einem Gummihammer auf die Fertighöhe gebracht. Je nachdem wie der Winkel steht muss man mehr hinten/vorne oder mehr seitlich hauen, damit er lot- und waagerecht steht. Sollte man zuwenig oder zuviel Beton unter dem Winkel haben ist es am besten wenn man ihn noch mal ganz neu set zt und das Betonbett dementsprechend korrigiert.

Alle paar Winkel sollte man trotz einer für die Richtung gespannte Schnur den korrekten Stand in Sachen Richtung und Höhe kontrollieren. Schnell kann es passieren, dass man Winkel für Winkel 1mm hoch oder runter geht und das kann man am besten mit Alulatte und Wasserwaage feststellen.

Zum Schluss wird auf dem hinteren Bereich der Mauerwinkel-Füße eine Betonstütze erstellt. Man sollte hierbei nicht die Fugen zwischen den Mauerwinkeln verschließen, damit im Notfall das Wasser eine Möglichkeit hat auszutreten. Um jedoch ein ausspülen des später angefüllten Bodens zu verhindern sollte man die Fugen im – von außen sichtbarem Bereich – mit Streifen aus Dachpappe bedecken. So kann das Wasser immer noch im unteren Bereich austreten!

Bei Gefahr von auftretendem Hangwasser ist der Einbau einer Drainschicht (bestehend aus Drainrohr, Drainkies und Vlies) hinter den Mauerwinkeln erforderlich.

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