Verlegen von Betonsteinpflaster

Die zu pflasternde Fläche wird mit Eisennägeln/Schnurnägeln eingemssen und abgesteckt.Unter zu Hilfenahme eines Nivelliergerätes oder mit Wasserwaage und Schnur werden die Höhen, welche sich nach gegebenen Punkten richten(Kanaldeckel, Bord- oder Grenzsteine, Türschwellen…)auf die Schnurnägel übertragen.
Bei dieser Arbeit sollte eine gewisse Neigung/Gefälle in der zu pflasternden Fläche mit berücksichtigt werden(1 cm auf 1 m entspricht auch 1 %,dient der Entwässerung). Nun kann man mit den gemachten Höhen ein Schnurgerüst erstellen und die auszukoffernde Tiefe der Pflasterfläche ermitteln. Die Tiefe hängt von mehreren Faktoren ab, wie der späteren Belastung und des vorhandenen Unterbaus u.a..
Eine Fläche, welche einen ziemlich morastigen Untergrund hat und später LKW-Belastung standhalten soll, ist wesentlich tiefer auszukoffern als eine, deren Unterbau steinig/fest ist und nur von Fußgängern belastet wird. Generell jedoch ist beim Aufbau des Oberbaus, bestehend aus mehreren Schichten, zu beachten, dass die Körnungsgrösse des Materials, von Unterbau-Planum zur Ausgleichsschicht,im Grobkornbereich abnehmen, x/63 – x/54 – x/45 – x/32…

Ist auf dem Untergrund nun ein Planum entstanden, sollte man mit dem Auftrag des Oberbaus beginnen. Der besteht aus einer eventuellen Frostschutzschicht aus Rheinkies(je nach Gegend) von 10 cm bis 50 cm Dicke, um Wasser nach unten abzuleiten. Meist reicht es aber eine Tragschicht und eine Ausgleichschicht zu erstellen.Die Tragschicht wird je nach Belastung unterschiedlich dick aufgetragen.
Bei Garagen-, Hauszufahrten wird ca. 30 cm tiefausgeschachtet und eine 20 cm dicke Tragschicht aus Mineralbeton, Schotter, Lava, Kies, etc., eingebaut, die Korngrösse beträgt meist 0/32, 0/45, wobei eine Mindestdicke von 12 cm bei einem 32er Korn einzuhalten ist(Größtkornregel). Diese Schicht wird wie das darunterliegende Untergrund-Planum eben, höhen-, profil- und fachgerecht eingebaut und anschliessend mit einer Vibrationsplatte verdichtet.
Auf die Tragschicht wird nun die Bettung für die Verschleissschicht(VS) aufgebracht, die Ausgleichsschicht(AS).
Die AS ist ca. 5 cm dick und besteht aus Rheinsand 0/2, Basalt-Brechsand 0/2, HKS-Splitt 2/5, etc.. Die AS wird meist inclusive eines Rüttelschlags von 1 cm über Lehren/Eisrohren mit einer Richtlatte oder eines Abziehbrettes eben abgezogen. Dieses bedeutet nun, dass das Pflaster 1 cm überhöht läge vor dem Abrütteln/ Verdichten der VS. Nachdem die AS nun erstellt ist, sollte man darauf achten, dass diese nun nicht mehr betreten oder gar befahren wird.
Beim nun folgenden Verlegen des Pflasters sollte möglichst darauf geachtet werden, dies ist bei kleinen Fläche wichtig, dass nur eine Person pflastert, da diese das Verlegemuster kennt und eigene Vorgehensweisen und Verlegerythmen hat. Bei grossen Flächen ist es unumgängliich, dass mehrere Personen gleichzeitig pflastern.
Stellen, in welche keine genormten Steine passen, werden mit einem zurecht geschnittenen Stein verschlossen. Das Schneiden eines Steines erfolgt mit einem Motorschneidegerät mit Diamantsägeblatt. Dies geschieht bis die Fläche der VS restlos geschlossen ist. Bevor die “fertige” Fläche nun abgerüttelt/abgedrückt wird, ist sie mit Fugenmaterial abzustreuen, dieses ist in die Fugen einzufegen, anschliessend ist das überschüssige Material wieder von der Fläche zu entfernen. Die Ränder werden, wenn keine Randbefestigung (Haus-, Garagenwand) vorhanden ist, mit Kanthölzern und Schnurnägeln gegen Verrutschen fixiert.
Beim anschliessenden Abdrücken der Pflasterfläche ist je nach Güte des Steins eine Vulcolanplatte unter der Vibrationsplatte anzubringen, um etwa Absplitterungen zu vermeiden. Wenn dies geschehen ist, sind die Kanthölzer zu entfernen und durch eine Betonkante zu ersetzen. Auch ist die Fläche nun erneut zu verfugen, denn durch die Vibrationen ist das Fugenmaterial gesackt und neue Fugenöffnungen sind entstanden. Dies sollte unter Zuhilfenahme von Wasser geschehen. Für einige Tage bleibt nun noch ein wenig Fugenmaterial auf der Fläche liegen um auch die restlichen, anfangs immmer wieder entstehenden Fugenöffnung zu verschliessen. Diese Beschreibung kann je nach Art und Beschaffenheit des Betonpflastersteins und dessen Nutzung und Fläche abweichen.

by swaenbo

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