Natursteinmauerwerk

Allgemeine Anforderungen

Natursteine für Mauerwerk dürfen nur aus gesundem Gestein gewonnen werden. Ungeschützt dem Witterungswechsel ausgesetztes Mauerwerk muss ausreichend Witterungsbeständig sein. Geschichtete (lagerhafte) Steine sind im Bauwerk so zu verwenden, wie es ihrer natürlichen Schichtung entspricht. Die Lagerfugen sollen rechtwinklig zum Kraftangriff liegen. Die Seitenlängen sollen das vier- bis fünffache der Steinhöhen nicht unterschreiten.

Verband

Der Verband bei reinem Natursteinmauerwerk muss im ganzen Querschnitt handwerksgerecht sein. Es wird gefordert, dass

  • an der Vorder- und Rückfläche nirgends mehr als 3 Fugen zusammenstoßen
  • keine Stoßfuge durch mehr als 2 Schichten durchgeht
  • auf zwei Läufer mindestens ein Binder kommt oder Binder- und Läuferschichten miteinander abwechseln
  • die Dicke (Tiefe) der Binder etwa das Eineinhalbfache der Schichthöhe, mindestens aber 30 cm, beträgt
  • die Dicke (Tiefe) der Läufer etwa gleich der Schichthöhe ist
  • die Überdeckung der Stoßfiguren bei Schichtmauerwerk mindestens 10 cm und bei Quadermauerwerk mindestens 15 cm beträgt
  • an den Ecken die größten Steine sitzen

Lassen sich Zwischenräume im Inneren der Mauerwerks nicht vermeiden, so sind sie mit geeigneten, allseits Mörtel umhüllten Steinstücken so auszuzwickeln, dass keine Mörtelnester entstehen. In ähnlicher weise sind auch Fugen auf der Vorder- und Rückseite von Zyklopenmauerwerk, Bruchsteinmauerwerk und hammerrechtem Schichtmauerwerk zu behandeln. Sichtflächen sind nachträglich zu verfugen. Sind die Flächen der Witterung ausgesetzt, so muss die Verfugung voll sein und eine Tiefe gleich der Fugenweite haben.

by F.V.

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