Aufbau einer Wegedecke

Einleitung

Zu aller erst sollte man über ein paar Dinge bescheid wissen, z.B. über die Dicke der Einzelnen Schichten. Sie sind abhängig von der Belastung des Weges, von dem verwendeten Material und vom Untergrund. Die Einzelnen Schichten sollten in jedem Fall getrennt eingebaut,planiert und verdichtet werden.

 

Schichtenaufbau

1. Der Untergrund
In der Regel muss der Untergrund nicht mehr viel bearbeitet werden. Es gibt jedoch auch da mal Ausnahmen. Ist der Boden z.B. sehr bindig, sollte grobkörniges Material eingebracht werden. Hier eignet sich Sand oder Kies da die Tragfähigtkeit verbessert wird. Darüber wird auch Wasser besser abgeleitet, dies ist bei Waaserdurchlässigen deckschichten erforderlich.

2. Der Unterbau
Dies ist der verbesserte Untergrund. Die Schüttungen bestehen in der regel aus tragfähigen Füllböden. Diese Tragen ebenfalls die Belastungen. Der Abschluss des Unterbaus wird als Planum bezeichnet. Das Planum darf auf einer Messstrecke von vier Metern nicht mehr als drei Zentimeter von der Sollhöhe abweichen. Außerdem sollte es ein Mindestgefälle von 2,5 % haben,damit durchsickerndes Wasser besser abfliessen kann.

3. Der Oberbau
Bei all den nachfolgenden Schichten muss darauf geachtet werden, dass sie eben zum Planum eingebracht werden.
Als erste Schicht wird die Frostschutzschicht eingebaut. Diese wird auf ca. 80cm eingebaut und verhindert das der Oberbau samt Belag bei Frost absacken kann sprich Ausbeult.Hierbei empfehlen sich Materialien wie Schotter. Die Materialien sollten hier diese Körnungen aufweisen: 0/32, 8/16, 16/32 Es gilt zu beachten, das der feinkronanteil jeodch so hoch sein muss, dass frostempfindlicher Boden nicht in die Frostschutzschicht eindringen kann.
Die nächste Schicht ist die Tragschicht. Diese übernimmt die Aufgabe die Verkehrslast so zu verteilen,dass die unteren Schichten nicht verformt werden. Als Metarial eignen sich Mineralstoffgemische wie Schotter-Splitt. Diese Sollten eine Körnung von z.B. 0/32, 0/45 oder 0/56 besitzen.
Als vorletzte Schicht wird die Ausgleichsschicht erstellt. Diese sollte im verdichteten zustand eine Stärke von 3-5cm nicht überschreiten. Hierbei sollte auf die Körnung geachtet werden. Diese sollte so auf die Körnung der Tragschicht abgestimmt sein, damit kein Material in die Hohlräume der Tragschicht gelangen kann. Als Material eignet sich hier Splitt, Sand etc.
Die letzte Schicht ist die Deckschicht. Diese ist die Oberste Schicht, welche der Verkehrslast und den Witterungseinflüssen direkt ausgesetzt ist. Als Material eignet sich hierbei sehr viel. Im Garten und Landschaftsbau wird die Wahl der Deckschicht deshalb davon abhänige gemacht, welche Funktion diese hat und was sie für einen gestalterischen Wert sie hat.

Die Entscheidungskriterien sind unter anderem:

  • die Belastung
  • Preis des Materials
  • Oberfläche und Größe eines Steines
  • die Farbe und der Belag

 

 

Hinweis

Es gilt beim Einbau und der Stärke der Tragschicht die Belastungsklassen zu beachten.

Belastungsklassen

Fahrzeugtyp Nutzung Tragschichtdicke
Klasse 1 PKW bis 3,5 t täglich 15-20 cm
Klasse 2 PKW bis 3,5 t täglich 20-25 cm
LKW bis 11,5 t gelegentlich
Klasse 3 PKW bis 3,5 t täglich 25-30 cm
LKW bis 11,5 t gelegentlich
Klasse 4 LKW bis 16 t fast täglich Zweischichtiger Einbau
Obere Schicht 10-15 cm
Untere Schicht 20-25 cm

by O.-C.

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