Beton (1)

Bei der Herstellung von Fundamenten, bei der Verwendung von Betonsteinen und bei vielen anderen bautechnischen Arbeiten stoßen wir auf den Baustoff Beton.
Beton ist ein künstlicher Stein, der im Allgemeinen aus einem Gemisch von Zement, Betonzuschlag und Wasser durch Erhärten des Zementleims entsteht. Der Festbeton zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus: Hohe Druckfestigkeit; hohe Witterungsbeständigkeit; Formbeständigkeit und andere.
Die einzelnen Bestandteile von Beton sollen nun näher erläutert werden:

 

Bindemittel

Als Bindemittel für Beton sind Zemente. Zement ist ein Bindemittel für Mörtel und Beton, das nicht nur an der Luft, sondern auch im Wasser erhärtet. Zusammensetzung und Eigenschaften, die ein guter Zement haben muß sind in den Zementnormen festgelegt.

 

Betonzuschlag

Als Betonzuschlag bezeichnet man Zuschlagstoffe aus ungebrochenen und/oder gebrochene Körnern. Für die Herstellung von Normalbeton ist es wichtig, daß das Gestein eine hohe Druckfestigkeit besitzt. Der Zuschlag soll in seiner Zusammensetzung gemischtkörnig sein. Im alltäglichen Gebrauch des Landschaftsbaues werden Betonkiesgemische verwendet, die eine Korngröße von 0/16-32mm haben können.

 

Anmachwasser

Das Anmachwasser des Betons setzt sich aus der Oberflächenfeuchtigkeit des Zuschlages und dem Zugabewasser zusammen. Es läßt sich sagen: Je mehr Wasser im Beton, desto geringer die Festigkeit, jedoch bei besserer Verarbeitbarkeit.

 

Die Betonbereitung ist abhängig von

  1. der Zementfestigkeitsklasse
  2. der Zementmenge
  3. der Menge der Zuschlagstoffe
  4. dem Verhältnis des Wassergehaltes zum Zementgehalt
  5. der Intensität der Vermischung aller Komponenten
  6. der Temperatur

 

Konsistenzmaß

Das Konsistenzmaß ist eine Kennziffer, die den Grad der Verarbeitbarkeit des Frischbetons anzeigt.

KS (steif) – noch lose
KP (plastisch) – schollig
KR (weich) – schwach fließend
KF (fließfähig) – gut fließend

 

Betonfestigkeitsklassen

Für die Anwendung des Betons ist die Druckfestigkeit die wesentlichste bautechnische Eigenschaft. Daher wird Beton nach diesen Kriterien in Festigkeitsklassen B5 bis B55 unterteilt. Je höher die Festigkeitsklasse, desto höher ist die gemessene Nennfestigkeit eines bestimmten Betonwürfels nach einer Aushärtung von 28 Tagen.
Im Landschaftsbau wird meist Beton der Festigkeitsklasse B15 oder aber auch B25 verwendet.

 

Bezeichnungen nach Art der Verdichtung

  1. Stampfen des Frischbetons in Schichten von 15-30cm Stärke bei unbewehrten Beton
  2. Stochern mit Latten oder Eisenstäben; dadurch ist die Ausfüllung der Schalungen mit weichen Beton gewährleistet.
  3. Rütteln mit Hilfe von Innen- und Außenrüttlern (Rüttelbeton)

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