Beton (2)

Geschichte

Der Name Beton ist von dem lateinischen Namen Bitumen (schlammiger Sand) abgeleitet. Seit mehr als 2000 Jahren gibt es Beton. Schon die alten Römer hatten die Halt- und Formbarkeit des Baustoffes erkannt. Beton war schon für die Römer ein wichtiger Baustoff. Der Römische Beton ist eine der bedeutendsten Erfindungen der Baugeschichte. Der lateinische Fachbegriff lautet opus caementitium und setzt sich aus den Wörtern opus (Werk, Bauwerk, Bauverfahren) und caementitium (von caementum: Bruchstein, Mauerstein, Zuschlagstoff; Ursprung für unser heutiges Wort Zement) zusammen. Caementum wird mit materia bzw. mortar (Mörtel) gemischt und ergibt nach Erhärten des Bindemittels ein sehr druckfestes Konglomerat-Gestein, einen Stein aus Menschenhand. Da dessen Aussehen und Eigenschaften unserem heutigen Beton entsprechen, werden in der Archäologie und in der Baugeschichte dafür die Bezeichnungen Gussmauerwerk, Gussbeton, Kalkbeton oder (am häufigsten) Römischer Beton verwendet. Opus caementitium bedeutet also ein Herstellverfahren für Bauteile hoher Druckfestigkeit aus Mörtel und Steinen und ist ein genialer Beitrag zum rationellen Bauen. Tempel und Wohnhäuser, Straßen und Brücken, Thermen und Amphitheater, Häfen, Zisternen, Wasserleitungen und Abwasserkanäle wurden unter Verwendung von opus caementitium erbaut. Besondere Erfolge erzielten die römischen Baumeister mit großartigen Hallen- und Kuppelbauten. Die hier gewagten Abmessungen waren der vorrömischen Baukunst unbekannt und wurden erst wieder in unserem Jahrhundert erreicht. 1867 war es der französische Gärtner Joseph Monier leid, dass seine großen Pflanzkübel immer wieder zerbrachen, wenn er sie mit Erde füllte. So verstärkte er sie kurzerhand mit Eisendrähten, die er in den Beton eingoss. Der Stahlbeton war geboren. Den Trick hatte der 26-Jährige seinen Pflanzen abgeschaut, die ihren Stengeln bisweilen mit zähen Fasern Halt geben.

 

Betonherstellung

Beton ist ein künstlicher Stein, der aus einem Gemisch von Zement, Betonzuschlag und Wasser durch Erhärten des Zementleims ( Zement – Wasser – Gemisch) entsteht. Gegebenenfalls werden dem Beton Zusatzmittel und /oder Zusatzstoffe zugesetzt. Zementmörtel enthält Zuschlag bis maximal 4 mm Korngröße, Stahlbeton enthält Zuschlag bis 22 mm Größtkorn und normal Beton ohne Stahleinlagen enthält ein maximales Größtkorn von 32mm. Der Zuschlag hat mengenmäßig den größten Anteil am Beton. Wichtig ist, das der Zuschlag gemischtkörnig ist, das heißt, das er auch Nullanteile besitzt. Das richtige Verhältnis zwischen Groß- und Kleinkorn ist wichtig, damit der Zementleim nicht unwirtschaftlich verbraucht wird. Gibt es zu viel Großkornanteile, werden die Zwischenräume nicht mehr ausgefüllt, und wenn es zu viele Kleinkörnung gibt, wird zu viel Zementleim zum verbinden der Körnung verbraucht. Auch der Wasserzementwert ist sehr wichtig bei der Herstellung von Beton. Er bestimmt die Qualität des Zementsteins. Betone mit einem hohen Wasserzementwert haben nur eine geringe Festigkeit. Die Formel zur Errechnung des Wasserzementwertes lautet wie folgt:

Masse (Gewicht) des Wassers / Masse (Gewicht) des Zementes = Wasserzementwert

Transportbeton ist nach einer strengen Rezeptur hergestellt und darf somit nicht nachträglich auf der Baustelle mit Wasser angereichert werden, denn dadurch wird die Festigkeit des Betons stark beeinträchtigt. Das Gemisch aus Zement, Betonzuschlag und Wasser kann in verschiedenen Geräten gemischt werden: Betonmischmaschine, Betonmischwerke, Zwangsmischer, Mischfahrzeug, oder einfach manuell mit der Schaufel auf dem Boden oder in einer Schubkarre, wobei ein 100%iges Mischen nicht garantiert werden kann.

Hier ein kurzer Auszug der Möglichkeiten mit Beton von A bis Z:
Abdeckplatten, Aschrankungsklötze, Blockstufen / Winkelstufen, Böschungssteine, Brunnen- /Pflanzentröge, Brunnentröge konisch, Brunnenstock, Entwässerungsrinnen, Gartenplatten (gegossen), Gartenplatten (Vakuum), Gummi-Sicherheitsplatten, Hag-Palisadenpfosten, Hebegurten, Kinderwagenrampen, Kompostbehälter, Lagerringe, Löffelsteine, Pflanzenschalen, Pflanzentröge, Rasengittersteine, Rechtecksteine, Rundplatten, Schlitzpfosten, Sechseckplatten, Secondosteine, Skulptur-Kugeln, Sockel, Split, Stellriemen (gegossen), Stellriemen (Vakuum), Terrassenplatten, Treibbeetkasten-Bretter, U-Abschluss-Steine, U-Formen für Treibbeete, U-Steine, Vakuum-Platten, Vakuum-Stellriemen, Verbundsteine, Wegschalen, Wegschalen-Winkel, Wehrsteine, Winkel-Elemente, Zementplatten (gegossen).

by B.S.

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