Treppenbau (1)

Funktion von Treppen

Treppen dienen zur Überwindung von Höhen, um unterschiedliche Ebenen miteinander zu verbinden. Sie sind dann erforderlich, wenn die Steigung des Weges so groß ist, das ein bequemes Begehen nicht mehr möglich ist. In Gartenanlagen sind sie dann notwendig, wo Steigungen von mehr als 10% zu überwinden sind. Sollte die Steigung später von älteren oder gehbehinderten Personen überwunden werden, so ist schon bei 8% eine Treppe erforderlich. Des weiteren bieten Treppen aufgrund der Vielfalt an Materialien, Oberflächenstrukturen und Bauweisen architektonische Glanzpunkte in Landschaft und Garten.

 

Steigungsverhältnis und Steigungsformel

Das Steigungsverhältnis einer Treppe wird den jeweiligen gestalterischen Anforderungen, in erster Linie aber geländebedingten Raumangebot und Höhenverhältnissen angepaßt. Es ergibt sich aus den Maßen der Auftrittsbreiten (a) und der Steigungshöhe (h). Von Bedeutung ist auch die Schrittlänge eines normal gewachsenen Menschen, welche 63-65cm beträgt. Unter Berücksichtigung der vertikalen Komponente, welche verdoppelt wird ergibt sich die für den Treppenbau unbedingt erforderliche Stufenformel:

2 X Stufenhöhe (h) + Auftritt (a) = 63-65cm

Mit Hilfe dieser Formel lassen sich nun einfach begehbare Treppen bauen, wobei aus Sicherheitsgründen alle Stufen das gleiche Steigungsverhältnis aufweisen müssen.

 

Podeste:

Treppen sollte nicht zu lang sein, sonst werden sie unbequem und wirken schlauchartig und unendlich. Um ein solches zu verhindern unterbrechen Podeste den Treppenverlauf. Podeste dienen auch dem Laufrichtungswechsel, wodurch sich Treppenläufe leichter in das vorhandene Gelände einfügen lassen. Bei der Unterbrechung durch Podeste ist zu beachten , daß jede für sich stehende Einzeltreppe mit einem anderen Bein angefangen wird. Es muß also auf dem Podest ein Schrittwechsel stattfinden. Man erreicht dies, indem auf eine gerade Stufenzahl auf dem Podest eine ungerade Schrittzahl folgt und umgekehrt. Die Podestlänge errechnet sich durch die Schrittzahl + Auftritt der Austrittstufe.

 

Bau einer Treppe:

Die gängigste und leicht zu setzende Stufenart ist die Blockstufe aus Beton. Es gibt aber auch solche aus den verschiedenen Natursteinarten wie z.B. Sandstein, Granit etc.. Des weiteren werden Treppen aus Legestufen oder Stellstufen gebaut. Wichtig ist bei allen Stufenarten, insbesondere bei der Berechnung des Treppenverlaufes das Einbeziehen von Gefälle des Auftrittes von 1-3%. Blockstufen können aufgrund des hohen Eigengewichtes ohne großes Betonfundament gesetzt werden. Hier gilt jedoch wie für alle bautechnischen Maßnahmen die Gegebenheiten des betroffenen Baugrundes zu berücksichtigen.

Man beginnt Treppen stets mit der untersten Stufe. Hier wird unter der untersten Stufen eine 10-15cm starke Betonschicht eingebaut (B15 0/16). Die übrigen Stufen erhalten eine 5-10cm starke Betonauflage, welche auf Kies-Sandgemisch oder Schottergemische gründen. Wie bereits oben erwähnt muß beim Setzen der Stufen auf das Gefälle nach vorn gedacht werden, damit Wasser abfließen kann. Außerdem werden Blockstufen mit leichtem Überstand verlegt. Bei jedem Treppenbau muß vorher genau die Anzahl der Stufen, die Bauhöhe und die Breite des Auftritts berechnet werden. Dazu wird zunächst der Höhenunterschied gemessen werden, welcher durch die Treppe überwunden werden soll.

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