Überwindung von Höhenunterschieden

Um seinen großräumigen Keller vermieten zu können wollte ein Kunde eine ansprechende Gestaltung der Gartenanlage im Bereich des Kellereingangs. Hierzu war unter anderem die Überwindung eines Höhenunterschiedes von ca. 2m notwendig, um die Verbindung des öffentlichen Bürgersteiges mit dem Eingang der entstehenden Kellerwohnung zu garantieren. Nachdem eine Böschung mit L-förmigen Mauerscheiben abgefangen und der Eingangsbereich gepflastert war konnte der eigentliche Treppenbau beginnen.

An Materialien standen uns 13 Betonblockstufen (100x35x15) in der Farbe anthrazit mit bossierten Stößen und ausreichende Pflastersteine der Fa. Kann (Germania antik) in den Größen 14x14x8cm und 21x14x8cm (Farbe: anthrazit) zur Verfügung. Als “Plan” diente uns der Wunsch des Kunden und eine grobe Skizze, die allerdings beide nicht 100%ig eingehalten werden konnten, da das Gelände dies nicht zugelassen hat. Nach Absprache mit dem Kunden bauten wir die Treppe nun “dem Gelände angepaßt” auf.

Die Treppe verläuft auf den ersten 2-3m gerade und schließt dann mit einem langen Bogen an den Bürgersteig an. Um den Bogen möglichst mit Podesten auszufüllen entschlossen wir uns auf dem geraden Anfangsstück möglichst viel an Höhe zu gewinnen und bauten hier insgesamt 6 Stufen (1×2 + 1×4) und ein Podest von ca. 65cm ein. Auf den letzten Metern stiegen wir dann langsamer an. Wir bauten als nächstes wieder ein kurzes Podest mit 65cm, 2 Blockstufen, ein kurzes Podest, wieder 2 Blockstufen, ein langes Podest mit ca. 130cm, 1 Blockstufe, wieder ein langes Podest und noch mal 2 Blockstufen. Der Anschluß an den Bürgersteig wurde ebenfalls mit einem Podest hergestellt, hier war jedoch die Länge in Bezug auf das Schrittmaß von 65cm uninteressant.

Die Podeste wurden mit einem geknackten 21x14er und sechs 14x14er Pflastersteinen gelegt. Wir entschieden uns für diese Lösung um die Breite der Blockstufen einhalten zu können. Aus dem geknackten Stein legten wir eine Art Einfassung an der Innenseite des Bogens.

Als Tragschicht setzten wir Basaltschotter 0/32 ein, den wir mit dem Grabenstampfer und in Stufennähe mit dem Handstampfer verdichteten. Sowohl die Stufen (ca. 1% Gefälle) als auch die Podeste (ca. 3% Gefälle ) wurden in Beton (Mischungsverhältnis 1:4) gesetzt. Wichtig war hierbei ein durchgängiges Fundament (ca. 15 – 20cm) herzustellen, daß der gesamten Treppe zusätzliche Stabilität verleihen sollte. Um uns die Arbeit beim setzen der Blockstufen zu erleichtern benutzten wir ein Handtragegerät. Die Podeste bekamen sofort eine Rückenstütze, wurden mit Basaltsand 0/2 eingekehrt und mit dem Handstampfer abgestampft. Nachdem wir uns bis nach oben vorgearbeitet hatten säuberten wir die Treppe mit einem Besen und Wasser, um somit gleichzeitig den Beton feucht zu halten.

Nach der Begutachtung und Zufriedenstellung des Kunden beendeten wir für diesen Tag unsere Arbeit. In den darauf folgenden Tagen wurde der Fugenschluß mit Basaltsand 0/2 hergestellt, der notwendige Oberboden angedeckt und die Bepflanzung vorgenommen

Folgendes Werkzeug benötigten wir für die Durchführung der oben beschriebenen Arbeit:

  • Schnurnägel
  • Schnüre
  • Fäustel
  • Gummihammer
  • Flachschaufel
  • Truffel
  • Wasserwaage
  • Alulatte
  • Handstampfer
  • Grabenstampfer
  • Handtragegerät
  • Schubkarre
  • Betonmischer
  • Radlader

An Material benötigten wir:

  • ca. 4m³ Basaltschotter 0/32
  • ca. 2m³ Rheinsand 0/16
  • 10 Sack Zement
  • ca. 0,1m³ Basaltsand 0/2

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