Verlegen von Kastenrinnen

Beim Erstellen von Belagsflächen, muß immer an die Oberflächenentwässerung gedacht werden. Bei Rasengitterwaben oder Wasserdurchlässigen Betonmaterialien kann hierauf jedoch verzichtet werden.

Um Oberflächen zu entwässern, bieten sich verschiedene Möglichkeiten:
a) Hof- und Straßenabläufe, die punktförmig un die Fläche einbezogen werden
b) bei kleinen Flächen: Entwässerung in die Vegetationsfläche durch zielgerichtetes Gefälle
c) Kastenrinnen (ACO-Rinnen), wenn eine Verkehrsfläche kein Längsgefälle aufweisen soll.

Auf die letzte Variante soll anhand eines Beispieles eingegangen werden:

Bei einer Baustelle stellte sich folgende Situation: Der Eingangsbereich des Wohnhauses lag nicht nur seitlich am Haus, sondern lag auch 40cm tiefer als die Straße. Die Zufahrt zu den hinter dem Haus gelegenen Stellplätzen hatte also den tiefsten Punkt im Eingangsbereich (siehe Skizze). Das Wasser mußte also dort abgeführt werden. Eine rechtwinklig zum Haus zu verlegende Kastenrinne sollte das anfallende Regenwasser aufnehmen.

Kastenrinnen sind aus Polyesterbeton und haben eine Länge von 1m und sind 0,2m hoch und 0,15m breit. Je nach Einsatzbereich sind diese Rinnen in verschiedenen Klassen (A-F) erhältlich. Jede einzelne Klasse ist für eine bestimmte Verkehrslast bestimmt. Die Abdeckung der Kastenrinnen können verzinkt, mit Kunststoff beschichtet, als Maschenrost oder aus Gußeisen sein. Sinkkästen mit einer Länge von 0,5m vervollständigen das System.

Bei der oben genannten Baustelle wählten wir die Klasse C, da es sich hier um eine Fläche handelte, die für Fußgänger und PKW_s bestimmt war. Die Rinne sollte auf die gesamte Einfahrtsbreite verlegt werden, da so gewährleistet war, daß auch bei Sturzgüßen alles Wasser abgeführt würde.
Mit Hilfe eines Schnurgerüstes wurde nun die Richtung ( rechter Winkel zum Haus) und die Höhe der zu verlegenden Rinne von 4,5m festgelegt. Wichtig ist es, daß alle angrenzenden Flächen 3-5mm über der Rinnenkante eingebaut werden, damit es zu einem guten Wasserfluß kommt.
Da Kastenrinnen auf ein mindestens 10cm dickes Fundament aus erdfeuchtem Beton verlegt werden, mußte dementsprechend tief ausgekoffert werden. Ein anschließendes verdichten empfiehlt sich ohnedies.
Das Verlegen der einzelnen Rinnenelemente erfolgt vom tiefsten Punkt aus. Da die Kastenrinne ein eingebautes Eigengefälle von 0,6% hat und somit nur im Baukastenprinzip zusammengesetzt werden kann, muß stets auf die Numerierung der Einzelelemente geachtet werden. Die Rinnen erhalten eine Rückenstütze.
Der Sinkkasten muß schließlich an die Kanalisation angeschlossen werden. Dieser sollte auf jeden Fall einen Schlamm- und Schmutzfang haben und bei Bedarf einen Geruchsverschluß.

Abschließend läßt sich sagen, daß Kastenrinnen optisch eine optimale Lösung darstellen.

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