Düngen

Wachsende Pflanzen entnehmen aus dem Boden Nährstoffe und speichern sie in ihren Blättern und Früchten. Das sind vor allem Mineralsalze, die die chemischen Grundstoffe Stickstoff, Phosphor, Calcium, Kalium und Schwefel enthalten. Mit der Ernte, dem zurückschneiden der Pflanzen oder der Beseitigung des Laubes  werden dem Boden also ständig Mineralstoffe entzogen, so dass seine Fruchtbarkeit immer mehr abnimmt. Das hat vor etwa 150 Jahren der Chemiker Justus von Liebig entdeckt. Er stellte auch fest, dass der Nährstoffbedarf der Pflanzenarten unterschiedlich ist: Die eine entnimmt dem Boden mehr Stickstoff, die andere mehr Kalium oder Phosphor.

Um ein ungestörtes Pflanzenwachstum und damit möglichst optimale Pflanzenerträge zu erreichen, muss man daher Düngen, also die fehlenden Pflanzennährstoffe im Boden ersetzen. Keinesfalls richtig wäre es, zu hohe Düngergaben zu verabreichen, denn jede Pflanze hat eine Höchstgrenze für ihr Leistungsvermögen und können daher eher schaden. Vor allem mit Stickstoff überdüngte Pflanzen sind deutlich anfälliger gegen Krankheiten. Eine Düngung sollte ein harmonisches Wachstum bewirken, bzw. die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen gegen Frost und Trockenheit erhöhen. Jeder Winter bedeutet für die Pflanzen Stress, deshalb sorgt in der Natur zum Ende der Vegetation ein Regelmechanismus für den rechtzeitigen Triebabschluss. Werden in der zweiten Jahreshälfte noch Düngergaben verabreicht, dann wird das stufenweise Ende der Vegetation unterbrochen beziehungsweise verlängert. Diese Pflanzen gehen gefährdet in den Winter. Da der Boden Träger und Speicher der Nährstoffe ist muss dafür gesorgt werden, dass ihm ständig Humus zugeführt wird. Denn nur ein guter, humoser Boden hält wie ein Schwamm die Nährstoffe fest. Dagegen werden in einem nur mineralischen Boden die Nährstoffe vom Regen in den Untergrund geschwemmt.

Es gibt zwei Düngergruppen: organische und anorganische. Beide sind im Garten gleichermaßen wertvoll. Organischen Dünger enthalten Kohlenstoff, der aus Organismen gewonnen wurde. Bevor diese Dünger von Pflanzen verwertet werden können, müssen sie im Boden durch Bakterien und Pilze in  anorganische Substanzen zerlegt werden. Daher fördern sie daher das Wachstum von Bodenbakterien und steigern somit die Fruchtbarkeit des Bodens. Sie werden relativ langsam verbraucht. Organische Stoffe sind die Grundlage der Bodenfruchtbarkeit. Durch ständige Humusgaben bleibt der Boden gesund und lebendig. Der wichtigste Humuslieferant ist der Garten, er liefert alle Stoffe, die man für den Komposthaufen braucht. Anorganische Dünger enthalten keinen Kohlenstoff und produzieren keinen Humus. Allerdings wirken sie meist rasch, sind nährstoffreicher und billiger als organische Dünger. Es ist am besten eine Mischung aus organischen und anorganischen Düngern zusammen mit grobkörnigen organischen Bodenverbesserern zu verwenden.

 

Anwendung

Dünger können vor dem Säen und Pflanzen (Grunddüngung) oder während des Pflanzenwachstums (Kopfdüngung) angewendet werden.  Die Grunddüngung wird wenige Tage vor der Aussaat oder beim Auspflanzen ausgeführt. Dabei wird der Dünger wird mit einer Gabel oder einer Harke in die obersten Bodenschichten leicht eingeharkt. Bei der Kopfdüngung wird er um die Pflanze gestreut und vorsichtig in die Erde geharkt.

 

Falsche Düngung

Es hat sich erwiesen, dass hohe finanzielle Ausgaben für Dünger solche für Schädlingsbekämpfungsmittel nach sich ziehen. Auch ein zu üppiges Wachstum bedeutet Gefahr. Es sind unbedingt die Mengen des Stickstoffanteils der Düngung zu überprüfen Man sollte kontrollieren, ob wirklich der richtige Dünger verwendet wird. Eventuell von mineralischer Düngung auf organische Düngung umsteigen.

by B.S.

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