Baumfällarbeiten

Benötigte Werkzeuge/  Sicherheitsmaterialien:

  • Persönliche Schutzausrüstung bestehend aus: Schnittschutzhose, Helm mit Gesichts- und Gehörschutz, Handschuhe, Schnittschutzstiefel
  • Motorkettensäge
  • Alu- oder Holzkeile
  • Spalthammer
  • Fällheber
  • Handsäge
  • Evtl. Leiter
  • Seil
  • Evtl. Absperrband

Bei Baumfällarbeiten ist mit extremer Vorsicht vorzugehen.
Bevor mit dem Arbeiten begonnen werden kann, muss zuerst einmal der zu fällende Baum und das umliegende Gelände in Augenschein genommen werden, Der Gefahrenbereich markiert und die Fällrichtung festgelegt werden.
Die Fällrichtung ist abhängig von der Wuchsrichtung des Baumes, der Größe und Form seiner Krone und von eventuellen Hindernissen wie zB Häusern, Straßen etc.
Generell wird bei solch gefährlichen Arbeiten nur zu zweit gearbeitet, allerdings darf sich nur der Sägenführer im unmittelbaren Gefahrenbereich des zu fällenden Baumes, der die zweifache Baumlänge ringsum beträgt, aufhalten. Der zweite Mann hält sich außerhalb dieses Bereiches in Rufnähe auf. Eine Ausnahme hiervon darf nur gemacht werden, wenn ein zweiter Mann zum Auf- bzw. Umkeilen benötigt wird.
Sind alle vorbereitenden Maßnahmen erledigt, kann mit der eigentlichen Fällung begonnen werden. Ab jetzt ist bis der Baum gefallen ist ständig die vollständige persönliche Schutzausrüstung zu tragen.

Bäume bis 20cm Brusthöhendurchmesser (BHD) dürfen mit Gegenschnitt und Fällheber/ Schubstange gefällt werden, benötigen also keine Fallkerbanlage. Bei Starkholzfällungen (>20cm BHD) ist dies aber Pflicht.
Nachdem also als erstes die Fällrichtung festgelegt wurde, wird der Fallkerb angelegt. Ob man hierbei mit dem Fallkerbdach oder der -sohle anfängt, ist jedem selbst überlassen. Die Tiefe des Fallkerbes sollte 1/5 bis 1/3 des Stammdurchmessers betragen und der Winkel zwischen Sohle und Dach sollte etwa 45° bis 60° groß sein. Bei Schwachholzfällungen kann man den so genannten „Schwedenschnitt” anwenden, bei dem der Fallkerb weiter als 60° geöffnet ist um eine längere Führung des fallenden Baumes durch die Bruchleiste zu gewährleisten.
Die Bruchleiste, die den Baum während des Falls führt, sollte etwa ein Zehntel des Stammdurchmessers dick sein und darf auf keinen Fall durchtrennt werden!
Ist der Fallkerb fertig angelegt, versichert man sich noch einmal, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält und gibt einen Warnruf von sich.
Nun wird der Fällschnitt von der Gegenüberliegenden Seite ausgeführt. Man setzt diesen ca. ein Zehntel der Stammstärker über der Fallkerbsohle an. Dadurch entsteht die so genannte Bruchstufe die den Baum überhaupt erst in die gewünschte Richtung kippen lässt. Sollte der Baum während oder nach dem Fällschnitt noch nicht von alleine beginnen zu kippen, wird die Säge aus dem Schnitt entfernt oder zumindest ausgeschaltet und der Fällheber in den Schnitt gesteckt und der Baum mit seiner Hilfe zu Fall gebracht. Bei dickeren Bäumen kommen statt des Fällhebers Keile zum Einsatz, die mit dem Spalthammer in den Schnitt getrieben werden.
Beginnt der Baum zu fallen, entfernt man sich im 45°-Winkel rückwärts entgegengesetzt zur Fallrichtung vom Baum (Rückweiche), der Blick bleibt nach oben gerichtet um etwaige Gefahren durch herabstürzende Äste etc frühzeitig erkennen zu können.

by J.J.

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