Abnahme einer Pflanzenlieferung

Transport:
Baumschulware darf nur mit einer Plane abgedeckt oder in geschlossenen LKWs transportiert werden. Offene Hänger können zu Ballenaustrocknung, gebrochenen Ästen oder kaputtem Blattwerk führen.
Die Pflanzen sollten auch nicht zu dicht gepackt sein, da sonst Wurzel- und Astschäden die Folge sein können. Außerdem sollten die Pflanzen nicht so gesichert sein, dass Scheuerstellen entstehen können.
Des weiteren gilt, dass die Ware nur bei einer Temperatur zwischen -1°C und +25°C (gemessen um 8 Uhr morgens) transportiert werden darf, da sonst Ballenaustrocknung oder Ballenfrost die Folge sein können.
Ausnahmen dürfen nur durch ausdrückliches Einverständnis des Garten- & Landschaftsbauer oder bei einer Annahme mit Vorbehalt gemacht werden.

Abladen:
Beim Abladen ist zu beachten, dass Ballenware nicht am Stamm angehoben werden darf, da hierdurch der Ballen verformt wird und Feinwurzeln abreißen können. Auf Grund dessen sollte die Ballenware immer mit einem Radlader oder per Hand am Ballen angehoben werden.

Abnahmekriterien:
Die Lieferung sollte immer von einem Fachmann (Geselle, Meister, Techniker, Dipl.-Ing.) angenommen werden.
Dabei gilt es zu beachten, dass die Stückzahl, Sorte und Qualität stimmen. Außerdem gilt es zu überprüfen, ob es Transportschäden, Pilze oder Schädlingsbefall gibt.
Wichtig ist besonders die Überprüfung auf die Größe, Verzweigung und Verpflanzungsanzahl der Pflanzen.
Bäume werden unterteilt in Hochstämme, Heister, Stammbüsche, Solitärbäume, Alleebäume und Nadelgehölze.
Sträucher sind in leichte Sträucher, Solitärsträucher, Heckenpflanzen, Bodendecker und Container unterteilt.

Erst wenn all diese Kriterien überprüft wurden und die Pflanzware mit dem Lieferschein übereinstimmen darf man den Lieferschein unterschreiben. Mängel sind ggf. schriftlich festzuhalten. Bei zu großen Mängeln darf man auch die Annahme von einzelnen Pflanzen oder der gesamten Lieferung verweigern.

Zwischenlagerung und Einschlag:
Sofort nach Erhalt der Lieferung gilt es die Ware einzupflanzen. Falls die Pflanzung innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgt, reicht eine einfache Zwischenlagerung aus. Hierbei werden die Pflanzen mit einer Strohmatte oder Leinentüchern abgedeckt und möglichst wind- und sonnengeschützt gelagert. Ist die Pflanzung nicht in den nächsten 48 Stunden möglich ist ein Einschlag zu machen. Hierbei zieht man einen Graben, in den die zuvor bewässerten Wurzeln/ Wurzelballen gesetzt werden. Danach wird der Graben mit lockerer Erde aufgeschüttet und leicht angetreten, gegebenenfalls auch nocheinmal bewässert. Bei der Lagerung gilt es zu beachten, dass die Pflanzen vor Austrocknung, Hitze, Kälte, Staunässe und eventuellem Wildverbiss geschützt werden.

by V.V.

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