Alnus glutinosa

Alnus glutinosa ist der Baum des Jahres 2003. Die Gattung Alnus, aus der Familie der Betulaceaen, umfasst 35 Arten auf der nördlichen Erdhalbkugel. Vier davon sind in Europa heimisch, in Deutschland allerdings nur drei. Man erkennt die Rot-Erle an ihren betonend durchgehenden und gradschäftigen Hauptästen. Alle Seitenäste sind in der Regel ungeordnet. Es gibt auch mehrstämmige Exemplare. Die Lebensdauer wird mit bis zu 150 Jahren angegeben. Alnus glutinosa ist eine einhäusige Pflanze, dass heißt männliche und weibliche Blüten sind voneinander getrennt, befinden sich jedoch auf derselben Pflanze. Die männlichen Blüten fallen als 5 bis 10cm lange, rötlich-gelbe, hängende Kätzchen auf, ähnlich wie bei der Haselnuss. Während die wesentlich kleineren weiblichen Blüten aufrecht stehen. Die Blüte ist bereits im Vorjahr voll entwickelt und überdauert den Winter ohne irgendwelche Schutzhüllen. Aus den weiblichen Blüten entwickeln sich ca. 1,8cm lange, verholzte Zapfen mit kleinen Samen, die bereits ab Herbst ausfallen und durch Wind und Wasser verbreitet werden. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal zu anderen Erlenarten sind die oval-rundlichen Blätter. Diese besitzen nämlich statt einer Spitze am oberen Ende eine Kerbe. Das Laub ist sehr stickstoffreich und zersetzt sich sehr schnell und ist damit außerordentlich bodenverbessernd. Ein großer Teil der Blätter fällt schon im grünem Zustand ab. Weiterhin ist auch das Wurzelwerk sehr interessant. Grundsätzlich ist die Erle ein Herz- oder Pfahlwurzler, der auch Bodenverdichtungen zu durchdringen vermag, aber auch Oberflächennah verbreiten sie sich bis zu 5m von der Stammbasis weg. Die kleinen Wurzelknöllchen (Actinomyces) binden freien Luftstickstoff und versorgen so die Erle mit Nährstoffen. Im Gegenzug erhält das Bakterium Kohlenhydrate von dem Laubbaum. Das Laub trägt zusätzlich zur Bodenverbesserung bei. Besonders an Wasserläufen und Böschungen ist sie mit dem weitreichenden horizontalen und vertikalen Wurzelwerk ein hervorragender Bodenschutz und dauerhafte Uferbefestigung. Ebenso ist sie für Windschutzpflanzungen, zur Begrünung von Halden, Spülsandflächen, Rohböden und Ödland geeignet. Auffällig an der Alnus glutinosa ist die rötliche Färbung frischer StammschnittfIächen, daher auch der Name Rot-Erle. Der Name Schwarz-Erle lässt sich auf Grund der dunklen Tafel- oder Schuppenborke zurückführen.

by B.S.

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