Einschlag von Pflanzen

Wenn die Übereinstimmung der Pflanzen denen der Bestellung gleichen und die Vollzähligkeit, Art, Sorte, Größe, Qualität,Krankheits- und Schädlingsbefall sowie Transportschäden und andere Verletzungen der Richtigkeit entsprechen, dann ist zu entscheiden ob die Pflanzen gleich gepflanzt werden können bzw. in den nächsten 48 Stunden dann ist noch eine “normale” Zwischenlagerung ausreichend. Bei dieser Lagerung werden sie vor Austrocknung, Frost oder Überhitzung durch Strohmatten oder Sackleinen geschützt dies reicht aber nur für eine Lagerung von weniger als 48 Stunden aus.
Können die Pflanzen nicht in den nächsten 48 Stunden verwandt werden so müssen sie Eingeschlagen werden. Beim Einschlag werden Gräben ausgehoben, in die die Pflanzen mit den Wurzeln eingestellt werden, der Aushub des nächsten Graben kann zum Einschlagen der vorigen Reihe verwandt werden. Gebündelte Pflanzen sind gegebenenfalls auseinander zu schneiden und auseinander zu ziehen damit alle Wurzeln Bodenkontakt erhalten. Anschließend wird der Boden leicht angetreten und gegebenenfalls eingeschlämmt. Erfolgt die Pflanzung erst im nächsten Frühjahr so werden die Pflanzen in den Wintereinschlag gestellt. Hierbei werden vor dem einschlagen die Wurzeln geschnitten, da im Winter die Feinwurzeln gebildet werden und diese im Frühjahr abgeschnitten würden. Der Wintereinschlag ist eigentlich eine normale Pflanzung außer das sie in einer Gruppe angebunden werden und nicht einzeln mit Baumpfählen, im Herbst und Frühjahres Einschlag werden die Pflanzen zur verringerung der Verdunstungsfläche leicht schräg eingeschlagen und generell werden die Pflanzen auf die gleiche Höhe wie sie in der Baumschule standen eingeschlagen.
Die Lage eines Einschlags wird häufig vom Architeckten vorgegeben. Dieser sollte gewisse Anforderungen erfüllen, er sollte gut mit dem LKW erreichbar sein, schattig und windgeschützt (Vermeidung der schnellen Austrocknung) und über lockerem Boden sowie einem Wasseranschluss verfügen. Wenn nötig ist der Platz vor Wildverbiss bzw. Diebstahl zu schützen z.B.:durch Bauzaun.
Mir ist bekannt aus einem Betriebs eigenen Einschlag auf dem Betriebsgelände, dass sich ein Gemisch aus sandigem Oberboden, Blähton und einem Vulkansteinanteil zur Wasserspeicherung sehr gut bewehrt, Der Vorteil liegt darin, es entsteht keine Staunässe, das Substrat trocknet langsamer aus durch Wasserspeicher durch Blähton und Vulkangestein und das Substrat ist leicht Durchwurzelbar.

by I.H.

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