Rosen

Verschiedene Bezeichnungen von Rosen

Beetrosen (Edelrosen, Floribundarosen) sind gezielt auf große, schöne Blüten gezüchtet. Edelrosen sollen weniger, dafür jedoch intensivere Blüten bringen, Floribundarosen üppige, schöne Blüten.
Zwergrosen sind die Minniausführungen, sie eignen sich für Kübelbepflanzung.
Bodendeckerrosen (meist unveredelte, gezüchtete Sorten), bilden lange Ausläufer. Die Blüten sind zwar intensiv, jedoch eher unscheinbar und einfach.
Strauchrosen sind zur höheren Flächenbegrünung geeignet, bilden jedoch starke Dickichte.
Kletterrosen sind zur Berankung von Brüstungen oder Rosenbögen etc geeignet, bilden jedoch nur lange „Ausleger” die Führung in Form von Rankhilfen benötigen.
Hochstammrosen sind wie Gehölze als Hochstamm veredelt und brauchen Pfählungen.
Trauerrosen sind Hochstämme mit hängenden Trieben.
Wildrosen haben unscheinbare Blüten und bilden meist nur lange schwach beblätterte Ranken mit unscheinbaren Blüten.

 

Qualitäten

Bei Beetrosen:
Mindestens drei Triebe mit min. 5 Augen aus der Veredelungsstelle = A-Qualität
Zwei Triebe mit min. 4 Augen aus der Veredelungsstelle =  B-Qualität

Bei Hochstämmen:
Gerader und kräftiger Stamm, Durchmesser an der Veredelungsstelle min. 9mm.

Rosen allgemein

Rosen der Gattung Rosa (Fam. Rosaceae) sind weltweit verbreitet, die Einzelnen Arten dagegen haben sich auf Regionen spezialisiert. Es sind ca. 150 bis 200 Arten, die weltweit zu finden sind, und das nicht nur in gemäßigten Zonen. Einige Arten der Gattung Rosa finden sich sogar in den tropischen Gebieten Mexikos und den Phillipinen.

Die Gattung Rosa umfasst sommergrüne, meist aufrecht nach oben strebende, teilweise auch kletternde oder niederlegende Pflanzen mit stacheligen bis borstigen Trieben. Die Blätter sind wechselständig und unpaarig gefiedert, dunkelgrün und mit einer dünnen Wachsschicht  überzogen, die den Blättern ein glänzendes Aussehen verleiht. Ein besonderes Merkmal der Rosen sind die am Nodium unter dem Blattstiel wachsenden Nebenblätter, die meist du 0,5 bis 1 cm groß werden.

Die zahlreichen Schalenblüten erscheinen bei den Wildrosen einzeln, in Rispen, Schirmrispen oder Schirmtrauben. Bei den Edelrosen, die durch Veredelung produziert werden, sind gefüllte Blüten erwünscht. Eine große (Winter-) Zierde sind die orange- bis rotfarbenen Früchte, die so genannte Hagebutten. Die Früchte weisen einen hohen Vitamin-C Gehalt auf und sind essbar. Rosen mit gefüllten Blüten bilden zwar auch Hagebutten aus, die Samen sind jedoch unfruchtbar. Zahlreiche Vogel- und Schmetterlingsarten sind auf Wildrosen in der Landschaft angewiesen.

Die Bodenansprüche sind meist gering, Ton- bis Kalkböden, im leicht sauren Bereich, humose Böden werden je nach Art toleriert bis geliebt.

 

Bekannte Wildrosenarten

Rosa canina; Hunds-Rose, Gemeine Heckenrose Verbreitet in Hecken, Feldgehölzen, lichten Laub und Nadelmischwälder, steinigen Brachflächen und Weinbergen, tiefgründige Lehmböden. Lockerer, aufrechter, durch Wurzelausläufer stark wüchsiger, aus langen, bogigen Einzeltrieben bestehender Strauch. Bis 3m hoch und breit Triebe sind mit starken, hakenförmigen Stacheln besetzt. Rinde graugrün bis braun Weiße bis Rosa-farbende Schalenblüten, zu einen bis dreien an einer Dolde, Einzelblüte 4-5 cm breit, unangenehm duftend, Ende Mai bis Juli. Kräftige, tiefgehende Wurzel, wenig verzweigt, jedoch starke Ausläuferbildung Sonniger bis absonniger Standort, warm Absolut frosthart, sehr robust und hitze- und trockenheitsresistent, allgemein anspruchslos.

Rosa glauca; Rotblättrige Rose, Bereifte Rose, Hecht-Rose Verbreitet nur in mittleren Höhenlagen, trocken, Kalk tolerierend bis kalkliebend. In Deutschland nur im Südschwarzwald, Schwäbische Alb und Bodenseeraum. Lockerer, Aufrechter Strauch, mit langen bogig überhängenden Grundtrieben.  Vermehrt sich über Absenkerbildung, Bis 3m hoch und breit Triebe sind braunrot und bläulich bereift, Verhältnismäßig wenig Stacheln, gerade bis nur leicht gekrümmt. Blätter wechselständig, 12-14 cm lang, Blättchen zu fünft bis siebt an einem Stiel, bläulich bis purpurne Färbung, im Herbst gelegentlich gelbe bis orangerote Färbung. Blaurote bis purpurrote Blüten, weiße Blütenmitte, Juni-Juli Leuchtend rote Früchte Tiefgehende Hauptwurzel, Weitstreichendes Feinwurzelwerk Sonnig bis absonnig, extrem robust, hohes Ausschlagvermögen.

Rosa rugosa; Kartoffel-Rose, Apfel-Rose Verbreitet auf sandigen Stränden Chinas und dem Baltikum. Straff aufrecht wachsender, Ausläufer treibender Strauch mit wenig verzweigten, dicken, filzig behaarten, borstig-stacheligen Trieben 1-2m hoch, an geeigneten Standorten durch Ausläuferbildung sehr schnell Dickichte bildend.
Derbe, runzelige Blätter, unterseits hellgrün, gelbe Herbstfärbung Rosa bis dunkelrosa und weiße Blüten in kleinen mehrblütigen Dolden, Einzelblüte 6-8cm breit, duftend, Juni bis Oktober. Scharlachrote, flachkugelige Hagebutten, in großen Mengen angesetzt. Tiefe Hauptwurzel, Seitenwurzel weitstreichend. Außerordentlich anspruchslos, auf allen trockenen, durchlässigen Böden, alle Ph-Werte.
Sehr salzverträglich (von allen Rosen die meiste Salzverträglichkeit), hohes Ausschlagvermögen, unempfindlich gegenüber mechanischen Verletzungen, leidet weder unter Schädlingen noch unter Pilzen.

 

Produktion von Rosen

Generell ist es bei Rosen genauso wie bei allen Pflanzen: Wird sie über Aussaat vermehrt, entsteht durch die Vermischung des Erbgutes eine Pflanze mit andern Eigenschaften. Deshalb werden Wildrosen  durch Stecklinge vermehrt (durch fehlende Pflege auf extensiven Grünflächen meist vernachlässigt), hier kann kein Durchtrieb von Wildtrieben erfolgen. Die meisten Bodendecker-, Strauch- und einfache Kletterrosen werden ebenso über diese vegetative Vermehrungsart vermehrt. Edelrosen werden veredelt. Je nach Wüchsigkeit des Edelreises werden unterschiedlich starke Unterlagen verwendet, ebenso wie für unterschiedliche Bodenansprüche. Da Edelrosen allgemein gut umsorgt sind, ist die Entfernung von Wildtrieben kein Problem.

 

Pflege

Der ideale Pflanzzeitpunkt für Rosen ist der Herbst, da sie vor dem Winter noch gut anwachsen können und somit eine solide Basis für die kommende Wachstumsperiode haben.
Böden, auf denen schon einmal Rosen standen, sind ungeeignet, solche Böden sind „Rosenmüde”. Deshalb sollten z.B. in einem Rosenbeet, das mit neuen Rosen bepflanzt wird, die neuen Pflanzen auf Lücke mit den alten stehen. Ist dies nicht möglich, sollte der Boden auf 30-50cm ausgetauscht oder aufgefrischt werden.
Rosen werden oft wurzelnackt angeliefert. Ist dies der Fall, sind die Wurzeln feucht und dunkel zu halten, auf keinen Fall Frost, Sonne oder Wind aussetzen. Vor dem pflanzen sind verletzte oder überflüssige Wurzeln abzuschneiden, jedoch mit der Schnittfläche nach unten (durch den Wundreiz werden neue Wurzeln nach unten gebildet). Die Verdelungsstelle sollte zum Schutz vor Tieren, Sonne und Frost etwa 5cm unter der Erde liegen.
Der Habitus der Rose sollte auf 3-5 gesunde, kräftige, günstig liegende Triebe mit jeweils 4-7 Augen (das letzte Auge sollte nach außen zeigen) reduziert werden, um eine junge und dauerhafte Pflanze aufzubauen. Nach dem Pflanzen sollte ausgiebig gegossen werden, auch wenn der Boden feucht scheint. Zum Schutz vor Frost sollte der Boden um die Rose angehäufelt werden (nur im Herbst). Wird im Frühjahr gepflanzt, muss auch nach der Pflanzung gegossen werden.

Treibt die Rose aus, muss für eine artgerechte Entwicklung des Habitus gesorgt werden. Rosenpflanzen baut man nach außen auf, deshalb sollten keine Triebe in die Mitte oder verquer wachsen.
Während der Wachstumsperiode sollten keine Triebe angeschnitten werden, um Besenbildung zu vermeinen. Ausnahme: Verblühte Blüten werden abgeschnitten, um die Blühfreudigkeit zu erhalten und die Bildung von neuen Knospen anzuregen.

Der Erhaltungsschnitt wird im Zeitraum von Februar bis März durchgeführt, wenn die Pflanze sichtbar zu treiben beginnt. Hierbei ist auf die Junghaltung der Rose zu achten, alte und vergreisende Triebe sollten ausgelichtet werden. Der Verjüngungsschnitt stellt bei der Rose den Erhaltungsschnitt dar.

by D.G.

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