Umpflanzen von Rhododendren

Eine langjährige Kundin mit einem prachtvollen, in mehrere Bereiche gegliederten Garten beabsichtigte die Neugestaltung ihres Rhododendren Beetes. Hierzu war zum einen die Entnahme sowie zum anderen die Umsetzung der vorhanden Pflanzen notwendig. Die entnommenen Pflanzen sollten in einem anderen Bereich des Gartens wieder eingepflanzt werden.

Der Platz für das neue Beet war auf einer Wiese. Nachdem die Form sowie die Größe des Beetes mit der Kundin abgesprochen war konnten wir mit dem abstecken beginnen. Im nächsten Schritt wurde der vorhandene Rasen dünn mit einer Flachschaufel abgeschält und auf dem hauseigenen Komposthaufen entsorgt. Im Anschluss an das abschälen haben wir mehrere Probegrabungen mit einer Grabegabel vorgenommen, um einen eventuell vorhandenen Wildkrautbefall frühzeitig festzustellen und diesem durch sorgfältiges auflesen der Wurzeln/Pflanzen entgegen zu wirken. Dies war jedoch nicht der Fall und wir konnten die Beetfläche sofort durch fräsen auflockern. Bei diesem Arbeitsschritt haben wir gleichzeitig auf einem Materialplatz vorhandenen Rheinsand 0/2, sowie Torf und Rindenhumus zur Bodenverbesserung des Lehmbodens mit eingearbeitet. Nun war das Beet für die folgenden Pflanzarbeiten ausreichend vorbereitet.

Im nächsten Schritt war es unsere Aufgabe die vorhandenen Rhododendrenpflanzen zu ballieren und zu ihrem neuen Pflanzpunkt zu transportieren. Hierzu gruben wir um die Pflanzen einen “spatentiefen” Graben, der in etwa 3/4 des Pflanzendurchmessers entsprach. Danach konnten wir mit dem Spaten leicht schräg unter die Pflanzen stechen und somit die vorhandenen Wurzeln abtrennen. Durch leichtes wippen und ständigem nachstechen erhielten wir einen guten Ballen der vom Boden gelöst war. Diese nun ballierte Pflanze mussten wir aus dem Loch heben / ziehen und zum Transport auf eine Sackkarre setzen. So konnten wir die Rhododendren ohne weitere Probleme zum neuen Pflanzenstandpunkt transportieren.

Nachdem wir auf diese Art und Weise sämtliche zum umpflanzen bestimmte Rhododendren auf die neue Beetfläche gefahren hatten wurde mit der Kundin der jeweilige Standort bestimmt. Nach Beendigung der Ausstellung konnte das Ausheben der neuen Pflanzlöcher beginnen. Hierzu markierten wir mit dem Spaten wo der Ballen stand, setzten die Pflanze auf die Seite und hoben ein ca. 1,5mal so großes Loch wie der Ballen der Pflanze ist aus. Den guten Oberboden lagerten wir direkt neben der Pflanzgrube und den schlechteren Unterboden fuhren wir mit Schubkarren an einen von der Kundin vorgegebenen Platz. Nachdem das Loch die richtige Größe (Durchmesser und Tiefe) hatte, lockerten wir noch den Boden und die Seitenwände des Pflanzlochs mit einer Hacke auf, damit kein “Blumentopfeffekt” entsteht und die Wurzeln ungehindert in das benachbarte Erdreich eindringen können.

Nun ging es an die zusätzliche Bodenverbesserung. Da sich Rhododendren bei einem niedrigerem pH-Wert am wohlsten fühlen benutzten wir Torf und Rhododendrenhumus (ca. 1:2 pro Pflanzloch). Beides senkt den pH-Wert, fügt dem Boden Nährstoffe hinzu und verbessert seine Wasserspeicherfähigkeit. Da die Ballen der Rhododendren vor allem von der Unterseite her ziemlich ausgetrocknet waren entschieden wir uns für folgende Pflanzmethode:

Wir befüllten die Löcher zu ca. 2/3 mit Torf und Rhododendrenhumus (1:2).Anschließend haben wir solange Wasser in die Pflanzlöcher laufen lassen bis ein richtiger Brei entstand. In diesen Brei haben wir nun die Pflanzen gesetzt und den Rest des Loches mit einer Mischung aus dem vorhandenen Oberboden und Rhododendrenhumus befüllt. Diese Methode hatte besonders für die trockenen Ballen den Vorteil, dass den Wurzeln sofort von allen Seiten Wasser zur Verfügung stand. Außerdem konnte so der sonst sehr trockene Torf den Pflanzen nicht noch zusätzlich Wasser entziehen da er ja schon gesättigt war! Zusätzlich legten wir allerdings noch einen Gießrand (ein bisschen größer als der Ballenumfang) an, um auch in den nächsten Tagen ungehindert wässern zu können. Am Ende wurde der restliche Oberboden auf dem Beet verteilt

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