Biologische Schädlingsbekämpfung (1)

Ein Ökosystem ist intakt, wenn möglichst viele verschiedene Lebewesen in einer langen Kette eine Funktion erfüllen. Wenn allerdings eines der Lebewesen überhand nimmt, und das biologische Gleichgewicht stört, kann man von einem Schädling sprechen.

Zur Bekämpfung eines Schädlings bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Man kann ihn entweder biologisch, chemisch oder physikalisch bekämpfen.

Häufig auftretende Schädlinge an Pflanzen in Deutschland sind zum Beispiel die Wiesen- und Wegameise, Blattläuse, Blattwanzen, Maikäfer und Schnecken.

Diese kann man auf ganz unterschiedliche Art und Weise eindämmen bzw. in einer so hohen Zahl dezimieren, bis das ökologische Gleichgewicht zwischen Räuber und Beute wieder ausgeglichen ist.

Schädlingsbefall kann man bereits vor dem Befall verhindern, durch:

    • Das Pflanzen von Mischkulturen – Die verschiedenen Duft- und Wurzelstoffe  der Nachbarpflanzen können Schädlinge abwehren. Außerdem kann die Nachbarpflanze auch einen Nützling anlocken, der somit den Schädling sofort bekämpft.
    • Fruchtwechsel – Durch das Pflanzen im Wechsel von Jahr zu Jahr oder auch saisonal kann man den Schadlingsbefall verhindern, bzw. vermindern.
    • Pflanzliche und mineralische Pflanzenpflegemittel – Pflegemittel werden zur Stärkung der Pflanze und auch zur Schädlingsabwehr eingesetzt. Hierbei werden Pflanzengewebe gestärkt, oder auch tödliche Substanzen für den Schädling innerhalb der Pflanze gebildet. Beispiele: Eine Brennnessel-, Quassia- (Bitterholzbaum) oder Adlerfarnbrühe hilft gegen Blattläuse, Adlerfarnjauche gegen Schnecken, vergorene Knoblauchjauche Rainfarn- oder Wermutbrühe gegen die Möhrenfliege. Zur Stärkung des Wachstums hilft auch eine Ackerschachtelhalm- (Eqiusetum arvense) oder Brennessel- (Urtica dioica, Urtica urens)brühe.
    • Mechanische Abwehrmittel – Durch Insektennetze, Schneckenköder, Leimringe oder das Einsammeln der Schädlinge kann man den Schädlingsbefall verringern oder ganz verhindern.
    • Aussetzen von nicht einheimischen Nützlingsarten – Ein Beispiel ist dort die Amerikanische Zehrwespe, die man gegen die Blutlaus einsetzen kann.
    • Periodische Freilassung einer großen Anzahl von Nützlingen oder Krankheitserregern – Schlupfwespen (gegen Weiße Fliegen), Raubmilben (gegen Spinnenmilben, da sich die Raubmilben schneller Vermehren als die Spinnenmilben), Florfliegen (gegen Blattläuse), Nematoden (gegen Dickmaulrüssler, da diese Fadenwürmer in die Larven der Dickmaulrüssler eindringen und Bakterien ausscheiden, die zum Absterben der Larve führen), Pilze oder Bakterien.
    • Regulierung mittels Fallen wie Farbtafeln oder Pheromonen
    • Förderung der natürlichen Feinde

 

by V.V.

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