Pflanzenschutz (2)

Das Ziel des Pflanzenschutzes ist es Pflanzen, insbesondere Kulturpflanzen, vor Krankheiten, Parasiten und Unkräuter, Ungräser zu schützen oder befallene Pflanzen zu heilen. Der Pflanzenschutz wird ausgeübt von Schädlingsbekämpfern, Land- und Forstwirten sowie Gärtnern im Erwerbsanbau und im Haus- und Kleingarten oder an Zimmer- und Balkonpflanzen. Geschichte Seit der industriellen Revolution stand lange Zeit der chemische Pflanzenschutz im Vordergrund. Zuvor gab es aber auch schon Methoden, die denen des heutigen biologischen Pflanzenschutzes nahe stehen. Letzterer gewinnt immer stärker an Bedeutung, da er ökologische Aspekte wie Nachhaltigkeit und Verhältnismäßigkeit der angewendeten Methoden stärker berücksichtigt Bedeutung Der Pflanzenschutz ist eine kulturelle Errungenschaft der Menschheit, um vor allem die Versorgung der Bevölkerung mit ausreichend Nahrungsmitteln sicher zu stellen. Denn die Nahrungspflanzen und Zierkulturen der Menschen stammen von Wildpflanzen ab, die ebenso von den gleichen Krankheiten und Schädlingen befallen werden können. Die zugunsten wirtschaftlicher Bearbeitungsweise angelegten Monokulturen sind aber bei Befall einem stärkeren Druck von Schadorganismen ausgesetzt als die Wildpflanzen, was ohne Schutz- oder Gegenmaßnahmen zum Totalausfall der Kulturen führen kann. Die auf hohe Ertragsleistung gezüchteten Kulturpflanzen weisen im Vergleich zur genetischen Vielfalt der Wildpflanzen eine Verarmung im Erbgut auf, was im Zusammenhang mit großflächigem Anbau den Befall durch Schädlinge und Krankheiten begünstigt. Dies soll der Pflanzenschutz verhindern helfen.. Methoden Der so genannte Integrierte Pflanzenschutz Berücksicht verschieden Methoden, um den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln weitgehend zu vermeiden oder zumindest zu minimieren. Die erste Maßnahme ist die Richtige Kulturführung, welche die Kulturansprüche der Pflanzen durch standortgerechte Sortenwahl optimieren soll. Durch geeignete Vorkulturen, dem Einsatz und Schutz von Nützlingen, Pflanzenstärkungsmittel und anderes sollen Biologische Maßnahmen greifen. Physikalische Maßnahmen sind z.B. geeignete Bodenbearbeitung (Lockerung, mechanische Unkrautentfernung, ….) sowie das mechanische oder manuelle Entfernen von Schädlingen. Für die Abwehr von Vögeln – z.B. im Wein-, Obst- und Gemüseanbau – kommen in der Regel optische oder akustische Methoden zum Einsatz. Wenn alle vorigen Methoden nicht mehr ausreichen, bleiben zuletzt noch die chemischen Maßnahmen. Wenn eine gewisse Schadschwelle überschritten wird, sollen Pflanzenschutzmittel die Kulturpflanzen vor größeren Schäden bewahren.

by C.P.

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