Mähertypen

Im Garten-Landschaftsbau gibt es fünf Mähertypen: Spindelmäher, Sichelmäher, Schlegelmäher, Balkenmäher und Kreiselmäher.

Spindelmäher

Spindelmäher eignen sich für intensiv gepflegte Rasenflächen, sowie Representationsgrün und Strapazierrasen. Sie weisen die höchste Schnittqualität auf, und brauchen keinerlei Antriebsstoffe oder Elektrizität. Der Spindelmäher funktioniert so, indem auf einer rotierenden Spindel schräg-angebrachte Messer sich beim Fortbewegen gegen ein horizontales Messer drehen, und das Schnittgut förmlich wie eine Schere schneidet. Das heißt auch, dass die Messer öfters nachgeschärft werden müssen um dieselbe ausgezeichnete Schnittqualität beizubehalten. 

Sichelmäher

Sichelmäher sind die beliebtesten Mäher, weisen eine zufriedenstellende Schnittqualität auf, und eignen sich für Spiel-Liegewiesen und Gebrauchsrasen. An einer senkrechten Achse dreht sich ein horizontal-verlegter Messerbalken mit einer sehr hohen Geschwindigkeit von 60 m/s, saugt die Gräser dadurch nach oben, schneidet sie, welche dann von einem Fangkorb aufgefangen werden. Sichelmäher sind robuster als Spindelmäher, und eignen sich dafür auch für höheres Gras. Sichelmäher die das Schneidewerk vor den Vorderrädern haben sind bevorzugt weil sonst die Räder das Gras platt drücken, und die Sogkraft nicht reicht um die Gräser vollständig aufzurichten. 

Schlegelmäher

Schlegelmäher sind in der Regel die größten, am Angsteinflüssensten Mähertypen. Am besten an Gräben, Böschungen und anderen extensiv gepflegten Bereichen, schlagen diese Mäher alles weg was in die Quere der frei-schwingenden Y-geformten Messer kommt. Diese vielzähligen Messer sind an einer großen rotierenden Welle lose befestigt damit im Falle von Steinen und dicken Ästen die Messer nicht kaputt gehen, sondern einfach ausweichen können. Die Schnittqualität ist ziemlich schlecht und eignet sich daher  auch nur für die gerade-genannten Bereichen. Das Mähgut kann auf dem Boden liegen bleiben weil es so fein zerschlagen wird (8-15cm). Erwähnenswert sind auch Feinschnittschlegelmäher, die ein Drittel der Flächenleistung bringen, aber das Mähgut noch feiner zerschlagen, auf 3-5cm. Diese eignen sich dann auch für Gebrauchsrasenflächen da die Schnittqualität den des Sichelmäher ähnelt.

Balkenmäher

Balkenmäher haben entweder Fingerbalken oder Doppelmesserbalken. Bei Fingerbalken bewegen sich die einzelnen Schneidemesser hin und her, welche zwischen fest montierten Messerführungen montiert sind. Diese Schneidemesser quetschen das Gras bzw schneiden es. Bei Doppelmesserbalken bewegen sich obere und untere Messerbalken in entgegengesetzte Richtungen und Schneiden die Gräser. Aufgrund der beweglichen Teile bei Doppelmesserbalkenmähern, können diese ungefähr doppelt so schnell fahren als Fingerbalkenmäher, und verstopfen auch nicht weil im Schneidebereich keine Feststehenden Teile sind.

Balkenmäher haben eine schlechte Schnittqualität und eignen sich daher auch nur für extensiv gepflegte Flächen.

Kreiselmäher

Bei Kreiselmähern drehen sich zwei horizontal ausgelegte Scheiben/Kreisel, an denen zwei oder vier pendelnde Messer angebracht sind. Wegen der Hohen Messergeschwindigkeit von 60-85 m/s wird keine Gegenschneide benötigt. Kreiselmäher eignen sich am besten für hohes Gras, Wiesen und andere Schwierige Geländer. Das Schnittgut wird im Schwaden abgelegt, also in einer geraden Linie Liegen gelassen.

M.R.