Rasenansaat (2)

Der erste Arbeitsschritt bei der Erstellung einer Raseneinsaat ist die Bodenvorbereitung, sie sollte sorgfältig durchgeführt und den jeweils gegebenen Umständen angepasst sein. Man beginnt mit einer gründlichen Bodenlockerung, hierbei bietet sich die Fräse als ideales Werkzeug an, die effektive Arbeitstiefe liegt allerdings bei nur c.a.20cm, ist der Boden stark verdichtet wird teilweise auch der Einsatz eines Grubbers oder Pfluges nötig. Schon jetzt sollten grössere Steine, Unkräuter insbesondere Wurzelunkräuter (=ausdauernde Unkräuter) sowie Abfälle und Wurzelreste entfernt werden. Wenn nötig kann jetzt eine Bodenverbesserung, durch Kompost, Dünger(bei nährstoffarmen Böden), Kalk oder Sand (bei bindigen Böden), erfolgen, dabei werden die Bodenverbesserungsmittel gleichmässig aufgetragen und zwecks sauberer Vermischung mit dem anstehenden Boden, eingefräst. Nun wird die Fläche mit der Schaufel grob planiert, bevor man mit Vierzahn und Rechen an die Erstellung des Feinplanums herangeht, wobei wiederum Steine und Unrat entfernt werden, bis die Fläche sauber und eben ist. Um Absenkungen zu vermeiden wird die Fläche nun mit einer Walze abgewalzt. Bevor man jedoch zur eigentlichen Aussaat übergeht sollte eine Rasenmischung gewählt werden die dem späteren Nutzungsanspruch genügt. Verschiedene Rasentypen die zur Auswahl stehen folgen: Zierrasen – Anwendung in Hausgärten/Greens/Repräsentationsgrün mit geringer Belastbarkeit bildet eine teppichartige, feinblättrige Narbe, und hat einen hohen bis sehr hohen Pflegeanspruch. Gebrauchsrasen – Anwendung im öffentlichen Grün, in Wohnsiedlungen und Hausgärten ist mittelmässig belastbar und widerstandsfähig gegen Trockenheit, sein Pflegeanspruch bewegt sich im mittleren bis hohen Bereich. Strapazierrasen – Anwendung auf Sportplätzen, Spielplätzen, Liegewiesen und Parkplätzen ist entsprechen hoch belastbar (und dies ganzjährig) und hat sehr unterschiedliche Pflegeansprüche. Der Landschaftsrasen, verwendet in der freien Landschaft, in Randbereichen von Verkehrswegen und auf Rekultivierungszonen bietet als Eigenschaften hohen Errosionsschutz und ist sehr widerstandsfähig gegen Trockenheit, sein Pflegeanspruch ist als gering einzustufen. Die Saatmenge richtet sich nach der jeweiligen Rasenmischung und bewegt sich in Bereichen zwischen 15g/qm und 40g/qm. Auf der vorliegenden Baustelle sollte auf einer Fläche von 50 qm Rasen eingesäät werden, so das die folgenden Arbeitsschritte von Hand durchgeführt wurden, bei grösseren Flächen wird meist jedoch die Säh/Rasenbaumaschine eingesetzt welche die Arbeitsschritte in einem Durchlauf ermöglicht und somit Zeit einspart.Das auszubringende Saatgut wird, je nach gewünschter Dosierung ausgebracht und mittels einer sog. Igelwalze eingearbeitet, bevor es abschliessend mit einer normalen Walze angedrückt wird, tiefer als 1cm max. 2cm sollte es jedoch nicht liegen.Bei der Ausbringung von Hand, wird mit lockerem Schwung geworfen, mit einem Rechen leicht eingeharkt und dann abgewalzt. Sobald der Rasen gekeimt ist und beginnt sich zu verwurzeln muss er ständig feucht gehalten werden.

by M.S.

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